In White Cliffs, gut 90km von der Hauptstraße entfernt, werden/wurden Opale angebaut und viele der Einwohner leben unter der Erde. Neugier und eine Herausforderung für uns; dort gibt es ein underground Motel und underground B&B. Doch leider war die Straße durch den Regen tief eingebrochen, so dass man mit einem normalen Wagen jetzt für mehrere Tage nicht dorthin fahren konnte. Schade drum :'( !!
Der nächste Ort nach Broken Hill ist über 200km entfernt: Wilcannia; irgendwie finster und kein Ort an dem man gerne bleiben würde. Aber mit interessanten Aboriginal Graffitis (Foto) für das man in einer städtischen Gallerie bestimmt viel Geld bezahlen müsste.
Dienstag, 9. März 2010
Sculpture Park
In der Nähe von Broken Hill: Ein Künstler hatte Kollegen aus verschiedensten Ländern eingeladen für einen Skulpturen-Workshop im Outback - auf einem der höchsten Punkte in dieser Landschaft. Also auch ein wunderbarer Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen. Leider hier auch wieder von Wolken verhangen.
Und man kann oben auch sehen: Fliegen leben gerne hier.
Und man kann oben auch sehen: Fliegen leben gerne hier.
Siverton
Hier wurde ehemals Silber abgebaut; jetzt ein Ort für Künstler und Filmcrews, die hier ihre Aufnahme drehen. Und natürlich Tourismus. Unser Aufenthalt in diesem Örtchen war leider nur von kurzer Dauer. Zur Zeit sind hier viele Straßen und Wege gesperrt wegen sintflutartiger Regenfälle in letzter Zeit, die ganze Straßenteile mit sich gerissen haben oder überflutet haben. Nun: Dicke Wolken zogen plötzlich auf und ein heftiger Regenschauer ergoß sich. Uns wurde von den locals empfohlen möglichst bald nach Broken Hill zurück zu fahren, wollten wir nicht eingeschlossen werden. Eine Kolonne von PKWs machte sich auf den Weg zurück.
Der Ort selbst? Am besten wieder ein Zitat:
Einer der beliebtesten Plätze für Filmschaffende in Australien Silverton. Zum idealen Platz wird der Ort durch seine idealen klimatischen Bedingungen. Eine fast 100%ige Sonnenscheingarantie lockt die Produzenten von Kino- und Werbefilmen aus aller Welt an. Das Licht gilt als ideal. Viele Kameracrews filmen einfach drauf los. Filter und aufwändige Effekte sind auch nicht unbedingt nötig. Stahlblauer Himmel und die rote Erde bieten genug Kontraste. Hauptdarsteller ist meist das "Silverton Hotel". Es bietet sechs Zimmer. In den Filmen firmiert es allerdings dann als "Dingo Hotel" oder "Hotel Australia" (wie in "Dirty Deeds").
Bis ins Jahr 2008 wurden dort an die 50 Kinostreifen wurden zum Teil dort gedreht. Der internationale Durchbruch als Filmset gelang im Jahre 1981 mit "Mad Max II", der Streifen der auch Mel Gibson zu Weltruhm brachte. Die Zahl der Musik- und Werbeclipproduktionen hat 100 längst überschritten. Silverton könnte glatt seinen eigenen "Walk of Fame" bauen. So waren schon Stars wie Mick Jagger oder die australische Top-Band INXS, hier in der Wüste. Als eine der Silverton-Produktionen startete beispielsweise im November 2002 in den Kinos "Dirty Deeds", ein australisches Unterwelt-Drama mit US-Komödiant John Goodman und Sam Neill in den Hauptrollen.
Wir haben leider weder Richard Gere noch Kylie M. noch sonst wen getroffen...
Und die rote Erde war durch den vielen Regen sehr grün geworden und der Sonnenschein war nur am Anfang des Tages.
Der Ort selbst? Am besten wieder ein Zitat:
Einer der beliebtesten Plätze für Filmschaffende in Australien Silverton. Zum idealen Platz wird der Ort durch seine idealen klimatischen Bedingungen. Eine fast 100%ige Sonnenscheingarantie lockt die Produzenten von Kino- und Werbefilmen aus aller Welt an. Das Licht gilt als ideal. Viele Kameracrews filmen einfach drauf los. Filter und aufwändige Effekte sind auch nicht unbedingt nötig. Stahlblauer Himmel und die rote Erde bieten genug Kontraste. Hauptdarsteller ist meist das "Silverton Hotel". Es bietet sechs Zimmer. In den Filmen firmiert es allerdings dann als "Dingo Hotel" oder "Hotel Australia" (wie in "Dirty Deeds").
Bis ins Jahr 2008 wurden dort an die 50 Kinostreifen wurden zum Teil dort gedreht. Der internationale Durchbruch als Filmset gelang im Jahre 1981 mit "Mad Max II", der Streifen der auch Mel Gibson zu Weltruhm brachte. Die Zahl der Musik- und Werbeclipproduktionen hat 100 längst überschritten. Silverton könnte glatt seinen eigenen "Walk of Fame" bauen. So waren schon Stars wie Mick Jagger oder die australische Top-Band INXS, hier in der Wüste. Als eine der Silverton-Produktionen startete beispielsweise im November 2002 in den Kinos "Dirty Deeds", ein australisches Unterwelt-Drama mit US-Komödiant John Goodman und Sam Neill in den Hauptrollen.
Wir haben leider weder Richard Gere noch Kylie M. noch sonst wen getroffen...
Und die rote Erde war durch den vielen Regen sehr grün geworden und der Sonnenschein war nur am Anfang des Tages.
Broken Hill
Mit 21 Tausend Einwohnern die entlegenste Stadt dieser Größe auf der Welt. Die 'goldenen' Zeiten sind vorbei und die Stadt lebt hauptsächlich vom Tourismus und von einer erst kürzlich wieder geöffneten Mine. Viele Künstler fühlen sich angezogen und haben hier ihre Atelliers und Gallerien; etliche der Künstler sind ehemalige Bergarbeiter. Es wird aber auch viel Kitsch angeboten von 'guten' Künstlern, die aber mit dem Kitsch wohl mehr Geld verdienen als mit ihren besseren Werken.
Zitat aus dem Internet:
Für die meisten Australier ist die Bergbaustadt Broken Hill das Synonym für "Langeweile im Busch" schlichtweg. Broken Hill ist aber eben auch in vielen anderen Punkten "quite different". Die Uhren ticken anders. Seine Bewohner auch, sagen böse Zungen. Eigenwillig sollen sie sein, stur behaupten manche. Man kann sich vor Ort davon - oder auch vom Gegenteil - überzeugen. Auf jeden Fall haben sie eine eigene Zeitzone....
Wir hatten jetzt nicht so viel Kontakt hier, aber der Ort hat schon seinen eigenen Charakter. Dominiert von einer riesigen Halde mit einem Restaurant und einer Gedenkstätte auf der Spitze. Siehe Foto.
Zitat aus dem Internet:
Für die meisten Australier ist die Bergbaustadt Broken Hill das Synonym für "Langeweile im Busch" schlichtweg. Broken Hill ist aber eben auch in vielen anderen Punkten "quite different". Die Uhren ticken anders. Seine Bewohner auch, sagen böse Zungen. Eigenwillig sollen sie sein, stur behaupten manche. Man kann sich vor Ort davon - oder auch vom Gegenteil - überzeugen. Auf jeden Fall haben sie eine eigene Zeitzone....
Wir hatten jetzt nicht so viel Kontakt hier, aber der Ort hat schon seinen eigenen Charakter. Dominiert von einer riesigen Halde mit einem Restaurant und einer Gedenkstätte auf der Spitze. Siehe Foto.
Montag, 8. März 2010
Flinders Ranges Nat. Park
Für die kommenden 2 Wochen haben wir uns ein Auto gemietet. Nur gut 500 bis 600km nördlich von Adelaide befindet sich der Flinders Ranges National Park. Über die YH in Adelaide habe ich dort eine 'cabine' vorbestellt: *2-bed room*. Im YH-Verzeichnis stand nun '*twin-bed room*", was für mich erst einmal das Gleiche ist. Gebucht wurde dann "*2 bed-rooms*". Wir hatten uns zunächst gefreut über die großzügige Unterkunft; als die Rechnung bezahlt werden musste, habe ich jedoch gemerkt, dass ich deutliche Lücken in meinem Englisch habe. Wir mussten also die Unterkunft für 2 Schlafzimmer bezahlen.
Wir hätten gerne 4 Übernachtungen gebucht, aber am Wochenende wurde dort eine Hochzeit gefeiert, so dass alles ausgebucht war. Zur Hochzeit kamen Gäste aus Adelaide, Melbourne und England angereist - ins Outback mit mindestens 6 Stunden Anfahrt von Adelaide oder mit einem kleinen Flugzeug. Aber offensichtlich alles kein Problem.
Der 'Wohncontainer' war ansonsten prima und es gab sogar hervorragenden Internetanschluss via Satellit.
Das war ein guter Startpunkt für 2 Wanderungen. Davon eine längere Besteigung eines recht steil aufragenden Berges mit einem anschließenden wunderbaren Ausblick in eines der Naturwunder unserer Welt. Eine kraterähnliche Anordnung einer Bergkette, über Millionen Jahre entstanden - Wilpena Pound. Eine körperlich herausfordernde Tour mit Kletterpartien. Zum Glück hatten wir auch unsere Fliegennezte für das Gesicht dabei. Die australischen Fliegen sind sehr anhänglich!
Freitag, 5. März 2010
Adelaide: Hahndorf & family | 1.3.10
Wir treffen eine Kusine von Prasadavati und ihren Mann. Die beiden sind
Anfang der 60er nach Australien ausgewandert. Es gab zu der Zeit eine
große Werbekampange in GB um junge Menschen zu motivieren nach
Australien umzusiedeln. Der Transport und die Überfahrt waren umsonst
und für die ersten paar Tage erhielt man 100 Pfund. Nun: Ein Wiedersehen
nach 45 Jahren.
Die beiden haben uns auf eine Tour mit genommen in die Umgebung von
Adelaide. Z.B. nach Hahndorf. Ein kleiner Ort in den umliegenden Bergen,
gegründet von einem Kapitain namens Hahn, der seinen Passagieren half,
einen Heimatort aufzubauen. Offensichtlich sind etliche Deutsche um 1835
aus relgiösen Gründen ausgewandert und haben sich down under
niedergelasssen. Und sie haben nicht nur ihren lutherischen Glauben
mitgebracht, sondern auch das Bedürfnis, den Kindern eine gute
Schulausbildung zu bieten. So sind hier wichtige Grundlagen für das
Bildungswesen gelegt worden.
Hahndorf ist jetzt eine Touristenattraktion, eingebettet in einem
lebendigen kulturellen Umfeld (Maler: Hans Heysen - berühmt für seine
Kohlezeichnungen und Ölbilder von Eukalyptusbäumen). Und wen sollte es
überrachen, dass es hier auch deutsches Bier gibt? Allein 4 verschiedene
Sorten Hofbräu - und alle vom Fass. Sogar ein bisschen mehr Schaum oben
auf der Krone als sonst hier üblich.
Was noch? Ein richtiges großes Schwarzbrot in einer 'deutschen'
Bäckerei; und selbst zu Hause habe ich selten so guten Bienenstich
gegessen wie hier. hmmm.
Anfang der 60er nach Australien ausgewandert. Es gab zu der Zeit eine
große Werbekampange in GB um junge Menschen zu motivieren nach
Australien umzusiedeln. Der Transport und die Überfahrt waren umsonst
und für die ersten paar Tage erhielt man 100 Pfund. Nun: Ein Wiedersehen
nach 45 Jahren.
Die beiden haben uns auf eine Tour mit genommen in die Umgebung von
Adelaide. Z.B. nach Hahndorf. Ein kleiner Ort in den umliegenden Bergen,
gegründet von einem Kapitain namens Hahn, der seinen Passagieren half,
einen Heimatort aufzubauen. Offensichtlich sind etliche Deutsche um 1835
aus relgiösen Gründen ausgewandert und haben sich down under
niedergelasssen. Und sie haben nicht nur ihren lutherischen Glauben
mitgebracht, sondern auch das Bedürfnis, den Kindern eine gute
Schulausbildung zu bieten. So sind hier wichtige Grundlagen für das
Bildungswesen gelegt worden.
Hahndorf ist jetzt eine Touristenattraktion, eingebettet in einem
lebendigen kulturellen Umfeld (Maler: Hans Heysen - berühmt für seine
Kohlezeichnungen und Ölbilder von Eukalyptusbäumen). Und wen sollte es
überrachen, dass es hier auch deutsches Bier gibt? Allein 4 verschiedene
Sorten Hofbräu - und alle vom Fass. Sogar ein bisschen mehr Schaum oben
auf der Krone als sonst hier üblich.
Was noch? Ein richtiges großes Schwarzbrot in einer 'deutschen'
Bäckerei; und selbst zu Hause habe ich selten so guten Bienenstich
gegessen wie hier. hmmm.
Adelaide Festival | 3.3.10
Völlig ungeplant und unerwartet sind wir in Adelaide zur Festivalzeit. Nicht nur ein Festival! Man kann die verschiedenen Events kaum noch voneinander unterscheiden. Arts Festival, Fringe Festival, Writers Corner, AC-DC Konzert. Es ist jetzt also viel los hier und wir können überhaupt von Glück reden, dass wir noch eine Unterkunft buchen konnten.
Am kommenden Wochenende kommt noch ein großes Musikfestival hinzu. Da geht gar nichts mehr. Trotzdem wirkt die Stadt noch ruhig und man kann sich gut vorstellen, dass Adelaide außerhalb der Festivalzeit ein ziemlich verträumte Millionenmetropole ist.
Nach unserer beschaulichen Zeit auf Kangoroo Island sind jetzt die vielen Eindrücke auch überwältigend.
Das Fringe Festivall ist entstanden aus der alternativen Szene als Gegenpol zum etablierten Arts Festival. Nun hat das Fringe Festival über die Jahre eine Eigendynamik entwickelt, so dass die ganze Stadt irgendwie daran beteiligt ist. Viele sog. Kleinkünstler und 'Alternative' auf großen und kleinen Bühnen. Teil des Arts Festival ist die Illumination von Gebäuden. Sehr gekonnt und eine große Attraktion. Und dann noch die ganzen AC/DC-Fans, die man in der Stadt und in der Jugendherberge leicht an ihren T-Shirts erkennen kann. Abends schallt die Musik über weite Teile der Innenstadt. Einige junge Menschen waren auf dem Weg zum Konzert, so wie sie berichteten, aber ohne in das Stadion selbst zu gehen, sondern um in unmittelbarer Nähe die Musik zu hören. "Die Jungs selbst sind zu alt zum Anschauen.."
Writers Corner: Schriftsteller und Poeten aus der ganzen Welt versammeln sich, um ihre Werke vorzustellen: Einige offene Zelte im Park und viele Plastikstühle. Vom Bestseller-Autor bis zur gehobenen Dichtung. Alles ist dabei. Daniel Kehlmann hatten wir leider gerade verpasst. Und hier schnell vermerkt, damit wir's selbst nicht vergessen: Jim Crace aus Birmingham. Offensichtlich ein Bestsellerautor, kannte ich aber nicht. Er erzählte vor seiner Lesung erst einige Anekdoten aus seinem Leben; sehr lebendig, witzig und interessant.
Werde ich verfolgen. Hochgelobt wurde eine Niederländerin: Anna Enquist.
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