Freitag, 5. März 2010

Stupa in Nowhereland

Auf dem Gelände von De Tong Ling wird eine ziemlich große Stupa gebaut:
knapp 15 Meter hoch. Allein der Unterbau ist ca 4 Meter hoch. Der
Grundstein dazu wurde im Jahr 2003 gelegt und mit immenser Geduld und
harter Arbeit wird während 2 Arbeitsperioden im Jahr die Stupa errichtet
auf Wunsch ihres tibetischen Lehrers. Touristen werden erwartet - ich
glaube, nur wenige werden den Weg finden -, ein Parkplatz soll
eingerichtet werden - aber deutlich abgeschottet vom Retreat-Gebiet. Der
Hintergrund: Auch wenn die Touristen kein weiteres Interesse am Dharma
haben, aber eine Umrundung der Stupa wird gutes Karma erwirken und
langfristig seine Wirkung zeigen. Ein tiefes Vertrauen! Und all das Geld
wird Jahr für Jahr von dem lokalen Sangha (->Adelaide) gespendet. Kein
Sponsor.

Adelaide: YHA | 3.3.10

In Adelaide ist es durchschnitllich 10 Grad wärmer als auf Kangoroo
Island. Und dennoch hatten wir am 2. Tag unseres Aufenthalts auch hier
einen kühlen Tag erwischt; den kühlsten des ganzen Sommers.
Wir sind in der Jugendherberge untergekommen. Es ist schön und lebendig,
wenn man so mit 'Gleichaltrigen' zusammen sein kann. Ein junges Mädchen
hatte ihren Unterschenkel und Fuß in Gips und las wohl hauptsächlich
Krimis und hat wohl wenig von Adelaide sehen können. Schon Pech.
Interessant auch wenn eine junge Holländerin im Eingangsbereich einen
der zahlrreichen Computer benutzt, um mit ihrem Freund zu skypen,
natürlich mit Video, so dass jeder im Raum zusehen kann, wie ihr Freund
noch mit nacktem Oberkörper und recht verschlafen im Bett liegt. Bei den
Mitarbeitern sind mehrere Deutsche. So haben wir dann auch von einer
Mitarbeiterin eine nette Einladung nach Eisenach erhalten. Mal sehen.
Interessant auch zu mitzuerleben wie eine wirklich uralte Frau sich am
Tisch mit einem Twen unterhält. Zwei kanadische pensionierte Brüder
unterwegs mit ihren Frauen. Und viele andere nette Begegnungen. Viel
lebendiger und interessanter als in einem Hotel. Die Zimmer: wunderbar.
Die Stadt ist überschaubar: one mile square. D.h. es gib in der
Innenstadt ein rechteckiges Straßennetz in einem Quadrat von einer
Meile. Also, fast alles ist gut zu Fuß erreichbar.

Kangoroo Island -> Adelaide | 28.2.10

Mit starken stürmischen Winden in der letzten Nacht haben wir uns von
Kangoroo Island verabschiedet. Auf dem einstündigen Weg von unserer
Unterkunft bis zum Flughafen haben wir am sonntäglichen Vormittag ein(!)
anderes Auto vor uns gesehen. Sonst nix.

Freitag, 26. Februar 2010

IMS- Erfahrungsbericht

Mein Solitary auf Kangoroo Island habe ich u.a. auch dazu genutzt meinen
Erfahrungsbericht über mein 2-monatiges Retreat im IMS [Insight
Meditation Society, Barre MA, USA] zu Ende zu schreiben. Falls du ein
tieferes, echtes Interesse an diesem Bericht haben solltest, dann
schreibe mir bitte ein email. Ich werde dann - sobald wie möglich -
darauf antworten.
Maitricarya

Mittwoch, 24. Februar 2010

Kalt in Australien? 25|2|10

Ja, auch das gibt es. Auf Kangoroo Island. Allerdings, ich gestehe, für
deutsche Verhältnisse immer noch ziemlich warm.
Auf jeden Fall ist es lange nicht so warm/heiß wie ich
vermutete/erwartete. Ich war am Zweifeln beim Packen meines Gepäcks, ob
ich meine Fleecejacke überhaupt mit nehmen sollte - und ich bin so
glücklich darüber, dass ich auch warme Kleidung dabei habe. Und: Ich
habe hier jetzt ein Thermometer.
Die tiefste Temperatur nachts war 10 Grad C; häufig ist es morgens 12
oder 13 Grad draußen. Tagsüber stieg die Temperatur einmal bis 32 Grad
im Schatten. Aber auch wenn die Sonne intensiv scheint, meistens weht
ein kühler bis sehr frischer und heftiger bis stürmischer Wind aus der
Antarktis herüber - direkt in meine Hütte. Fast nichts liegt dazwischen.
Und ich finde es immer noch schwierig Süden und Norden auseinander zu
halten. Die Sonne steht ja mittags im Norden und der kalte Wind kommt
aus dem Süden. Steht halt alles auf dem Kopf.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Kangoroo Island, 18. 2. 2010

Mein Internetzugang hier reicht leider nicht für ein paar schöne Fotos. Aber lasst es euch gesagt sein: Es ist paradisisch! Und einfach Einfach. Entgegen der Gewohnheit ist der folgende Text in Englisch. Aber so schwierig ist's ja auch nicht zu verstehen. Ein Auszug:

A tigersnake is in my garden. 2 days ago in the morning I went out of my solitary hut just to breath the fresh air when I suddenly saw a 2m long tigersnake about 10m away. I was somehow shocked and at the same time very curious about the snake, I rushed into my hut to make some photos from a secure distance, but my moving was information enough for the snake to find a short way out of 'my garden'. (This was the third tigersnake I saw in the last few days.) After this experience I did my running exercise and every time, when I saw a dark, thin and long stick or a moving shadow on the side of my eyes, I was a bit scared: it could be a snake. Even when I carefully scan the path before me while I'm running, there is this  fear. So: I have to trust more my actual experience of seeing than my phantasies!! It's a very good exercise, and I'm pretty successful with that. (When I'm thinking while I'm running, there are no snakes at all.)
So now, miraculously, I've been beamed to  Kangoroo Island, south of Adelaide, for an 18 days solitary retreat in the wilderness. It's a Tibetan property nearly in Nowhereland, one hour drive to the next proper supermarket. On Google map the island doesn't look like a big island, but it's about 150km long. Heidi, who looks after the retreatens, is doing the shopping once a week, so I've to learn to manage the food. At home it's quite easy to go to the supermarket (WEZ) and buy just as it's needed. Not here so – and I tend to order more than nessesary - “just in case...”.
There are 5 well built and solid solitary huts, mostly hidden in the wild bush. 10 min fast walking distance away stays Prasadavati and between us is someone, who is just preparing his 3 years retreat. That's all. And bush, bush, bush and Wallabies, Kangoroos, Tigersnakes, Goannas (1m Lizard), Echidnas (Anteater), black scorpion on my carpet, lots of different birds, black Cochatoo … (There is a big spider in my room, waiting for a victim. I'm watching him!) Old and young, dead or just borne.  No one to see, no one to hear. But bush and some unsealed roads.
I haven´t felt bored for a minute, but the opposite: It feels, the day is still too short.
I'm reading and studying a lot. First I had to finish 2 novells: P.D. James (just boring!) and Pride and Prejudice (in English!! - I  so enjoyed and was relieved: there was a happy end!!). I've nearly finished Maitreyabandhu's book “Life with full attention” and I'm studying “The Essential Sangharakshita”. And in the evening I'm reading now “Atemschaukel” from Herta Müller. I think there will be already a translation into English, but I wonder how it is possible to translate it properly. It's a peculiar and demanding language, but at the time easy to read. Great literature.
Und ein Nachtrag in Deutsch:
Ich bin so froh über mein ebook. So habe ich eine Menge zum Lesen dabei, ohne die Kilos Gepäck mit mir rumschleppen zu müssen. Ist so schon immer hart an der Grenze.


Montag, 8. Februar 2010

Einzelklausur

Nach aufregenden, anregenden Wochen verschwinden wir jetzt zu einer Einzelklausur auf Kangoroo-Island und werden uns während der nächsten drei Wochen an dieser Stelle nicht mehr melden. Ab Anfang März geht unsere Tour dann weiter ins Outback. Wir freuen uns jetzt erst einmal auf eine ruhige und zurückgezogene Zeit mit Sonne (Hitze und Sandfliegen!!), Meditation, Studium und .... Who knows!

Hier gibt es weitere Infos:
http://www.detongling.org
http://maps.google.com/maps?f=q&source=s_q&hl=en&q=Kangaroo+Island,+South+Australia,+Australia&sll=-37.760302,144.967496&sspn=0.007481,0.021136&ie=UTF8&cd=1&geocode=FfUc3v0dIrktCA&split=0&hq=&hnear=Kangaroo+Island,+South+Australia,+Australia&t=h&z=9